Wenn die Geschichte in Château Morreau mit zu Tisch bittet
Es gibt Orte, an die man geht, um zu speisen.
Und es gibt Orte, an denen das Abendessen Teil einer Geschichte ist.
Im Château Morreau gehört die Küche schon lange zu dieser zweiten Philosophie.
Seit mehr als sieben Jahren entwickelt Sandra dort ihre eigene kulinarische Welt. Sie lässt sich von Rezepten, Zutaten und Traditionen inspirieren, die die Jahrhunderte überdauert haben, vom Mittelalter bis zur Belle Époque.
Alte Kochbücher, Kräuter, vergessene Zutaten, teils überraschende Kombinationen und Techniken von früher bilden die Grundlage für ihre Arbeit.
Doch es ist keineswegs die Absicht, die Vergangenheit einfach nur zu reproduzieren.
Château Morreau ist ein lebendiges Haus.
Sandra versucht, die Seele eines alten Rezepts zu verstehen, seine Geschichte und Zutaten zu entdecken, um es anschließend mit ihrem eigenen Gespür in einer zeitgenössischen Küche neu zu interpretieren.
So kann ein Geschmack von vor einigen Jahrhunderten an einem Abend auf einem Teller von heute wieder zum Leben erweckt werden.
Und vielleicht beginnt genau dort ein wenig die Magie …
Eine Küche, die ihre eigene Identität gefunden hat
Im Laufe der Jahre hat sich dieser Ansatz zu einer echten Signatur von Château Morreau entwickelt, die von unseren Gästen besonders geschätzt wird.
Sich weiter zu verfeinern bedeutet daher nicht, nach einer neuen Richtung zu suchen.
Es bedeutet, noch ein Stück weiter auf dem Weg zu gehen, den man selbst gewählt hat.
Aus diesem Gedanken heraus reiste Sandra kürzlich für einen Tag Plat & Dessert an die l’École Ritz Escoffier nach Paris.
Neue Techniken, andere Handgriffe, noch mehr Präzision und neue Einblicke in die zeitgenössische Küche bereichern so die Arbeit, mit der sie vor sieben Jahren begann.
Das Ritz verändert ihre kulinarische Geschichte nicht.
Es fügt ihr lediglich einige neue Seiten hinzu.
Kein Restaurant … und das ist eine bewusste Entscheidung
Château Morreau hat nicht den Ehrgeiz, ein Restaurant zu werden.
Unsere Region zählt wunderbare Restaurants und exzellente Köche. Wir überlassen dieses Handwerk gerne ihnen und gehen lieber unseren eigenen Weg.
Denn hier kann die Küche eigentlich nicht losgelöst vom Rest betrachtet werden.
Sie ist Teil des Schlosses, des Parks, der Zimmer, der Geschichte, der Jahreszeiten, der Gespräche und jener langen Abende, an denen man manchmal vergisst, wie spät es ist.
Es kann mit einem Spaziergang durch den Park beginnen, einem Glas Wein, einem Gespräch am offenen Fenster mit Blick über das Anwesen … um dann wie von selbst am Tisch zu landen.
Die Küche wird so zu einem Kapitel des Aufenthalts, statt dessen Ziel zu sein.
Ein Haus, in das man zurückkehrt
Dieselbe Philosophie findet sich im Clubhouse von Château Morreau wieder.
Neben unseren festen Mitgliedern haben auch verschiedene Clubs und Organisationen, darunter Ladies Clubs, Inner Wheel und andere Vereine, das Schloss als festen Ort für ihre monatlichen Treffen gewählt.
Und dadurch entsteht etwas, das wir besonders schätzen.
Gesichter werden vertraut.
Man findet denselben Tisch und dieselbe Atmosphäre wieder, während sich der Park mit den Jahreszeiten verändert. Ein Gespräch vom Vormonat wird fortgesetzt, und bei jeder Begegnung entdeckt man wieder etwas Neues aus Sandras Küche.
Auch die Küche wird so zu einer Geschichte, die sich langsam im Laufe der Zeit entfaltet.
Deshalb bleibt unser Tisch bewusst diskret und Gästen, die im Château Morreau übernachten, Mitgliedern des Clubhouses sowie Clubs und Organisationen, die hier ihre Treffen abhalten, vorbehalten.
Wir versuchen nicht, Menschen nur zum Essen ins Château Morreau zu locken.
Wir ziehen es vor, dass diejenigen, die durch unsere Türen treten, sich die Zeit nehmen, den Ort zu erleben.
Das Schloss.
Der Park.
Ein Zimmer.
Eine Begegnung.
Ein gemeinsam getrunkenes Glas.
Ein altes Rezept, das neu zum Leben erweckt wird.
Und irgendwo dazwischen … ein Tisch.
Denn im Château Morreau ist die Küche kein Restaurant.
Sie ist eine zusätzliche Nuance in der Geschichte des Schlosses.